Ein zu allen Zeiten typisches Bild: Säumer unterwegs auf den schwierigen Passagen durch die Viamala-Schlucht und über den Splügenpass
Geschichte der Burg
(1. Teil)
An den Wurzeln der alpinen Kultur
Am Tor zum Süden
Der prägnante Felskopf des "Johannisberg" oder "Crap Sogn Gion" beherrscht in seiner Mächtigkeit den Nordeingang zur Viamala-Schlucht. Das grosse Plateau war seit jeher als Siedlungsstätte prädestiniert.
Von drei Seiten durch über 250 m hohe, senkrechte Felswände geschützt, hat die Burganlage mit ihrer strategisch günstigen Position beim Zusammenfluss von Albula und Rhein und am Eingang zur Viamala-Schlucht seit Urzeiten grösste Bedeutung für die Bündner Geschichte und weist Siedlungspuren auf, die bis in die Frühzeit zurück gehen.
Prähistorische Zeit
Siedlungsplatz für Ötzis Nachbarn in der Schweiz?
Schon lange bevor die Römer auch die Alpenregion in ihren Besitz nahmen, siedelten Menschen auf dem strategisch ideal gelegenen Plateau von Hohen Rätien. Diverse archäologische Grabungen von den Dreissiger Jahren des letzten Jh.s bis in die neuste Zeit (2006) brachten bronze- und eisenzeitliche Siedlungsreste zum Vorschein. Aus der La-Tène-Zeit (2. Jh. v. Chr.) stammt eine schöne Spiralaugenperle aus blauem Glas.
Felszeichnungen von Carschenna
Die Entstehung der in nächster Nähe gelegenen Felszeichnungen von Carschenna wird in der späten Bronzezeit (ca. 1800 v. Chr.) vermutet.
Ein Zusammenhang mit den auf Hohen Rätien an mehreren Stellen des Burgplateaus nachgewiesenen Siedlungsspuren ist anzunehmen.
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