Geschichte der Burg
(4. Teil)
Neuzeit
Ziel des frühen Alpinismus
Zeitgleich mt dem Beginn des alpinen Tourismus in der Schweiz (z.B. Bau der Pilatus- und Rigibahn) tauchten auch auf Hohen Rätien Pläne für eine touristische Nutzung auf. Als Molkenkurort, der mit einer Seilbahn vom Dorf Thusis her leicht erreichbar sein sollte, wollte man Hohen Rätien eine touristische Zukunft sichern. Molke oder Schotte (die wässrige Flüssigkeit, welche bei der Käseherstellung zurück bleibt) errang im 18. und 19. Jh. besonderen medizinischen Ruhm.
Das Projekt wurde in dieser Form nie verwirklicht, aber es entstand ein Burgrestaurant, das bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges bestand und dessen Überreste im Gewölbekeller der inneren Burg noch immer zu erkennen sind.
Aussichtspunkt und Ausflugsziel
Heute ist die Burganlage ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer oder Wandergruppen, für Familien oder Geschichtsinteressierte, denn das 250m über dem Talgrund gelegene Plateau von Hohen Rätien bietet eine unvergleichliche Aussicht ins Tal und in die Viamalaschlucht.
Seit einigen Jahren ist Hohen Rätien ein wichtiger Etappenort am historischen Wanderweg - Via Traversina - durch die Viamala-Schlucht und am Fernwanderweg - Via Spluga- der in mehreren Tageswanderungen bis nach Chiavenna führt.
Auch die halbtägige Rundwanderung über Hohen Rätien und die Felszeichnungen von Carschenna findet immer mehr Anklang in der Bevölkerung.
Lauschige Plätze zwischen den alten Burgmauern laden zum Ausruhen und Verweilen ein, am Brunnen sprudelt frisches Quellwasser aus Carschenna.
Als Ort für Feste und Feiern in ungewohnt archaischem Rahmen erfreut sich die Burg zunehmender Beliebtheit.(s. Vermietungen )
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