Schon viel erreicht: bisherige Restaurierungsetappen
Alle wichtigen Bauteile konnten in den vergangenen vierzig Jahren durch den Förderverein Burg Hohen Rätien
gesichert und der Nachwelt erhalten werden. Die Trägerschaften verfügen
über einen beachtlichen Leistungsausweis:
1972 - 75 Ökonomiegebäude
1975 - 80 Pfaffenturm
1979 - 81 Kirche St. Johann Baptista
1982 - 84 St. Albin /Carschenna
1984 - 88 Eckturm der Wehranlage
1988 - 92 Hoch Rialt, Kirchenvogtei
1993 - 98 Bering- / Zwingermauern
1999 - 05 Eingangsbereich / Westbering
2004 - 06 Restaur. Rötelzeichnungen
(zu den Restaurierungsarbeiten)
Seit Jahrzehnten im Einsatz: Freiwillige des Fördervereins Burg Hohen Rätien
Projekt SON GION
Rettung und Konservierung der spätantiken frühchristlichen Tauf- und Kirchenanlagen
Teil 1 Vorgeschichte
Teil 2 Das Baptisterium mit Taufbecken
Teil 3 Erhalt und Sichtbarmachung: Das Sanierungsprojekt
Teil 4 ein neuer Zugang wird erstellt
Teil 5 die Finanzierung und Organisation
Bündner Geschichte im Original
Seit Jahrtausenden wird der mächtige Felskopf von Hohen Rätien besiedelt. Schon zur Bronze- und Eisenzeit haben sich Menschen das naturgegebene Plateau über dem Eingang zur Viamala-Schlucht zu Nutze gemacht. Ausgedehnte römische Mauerreste lassen vermuten, dass unsere südlichen Nachbarn diesen strategisch wichtigen Ort zur Kontrolle der wichtigen Nord-Süd-Passage über den Splügen- und den San Bernardinopass nutzten. In frühmittelalterlicher Zeit entwickelte sich hier ein kirchliches und weltliches Machtzentrum, das während mehr als einem Jahrtausend Bestand hatte und erst anfangs des 16. Jahrhunderts zu Ende ging. Heute kann der Besucher auf Hohen Rätien in den zahlreichen steinernen Zeugen die Jahrtausende der Bündner Geschichte im Original erfahren!
250m senkrecht fällt die Felswand zum Hinterrhein ab und vermittelt eine unvergleichliche Aussicht über das Domleschger Tal und in die Viamala. Die weitläufigen Wiesen, die mächtigen alten Bäume im Burghof und der plätschernde Brunnen laden die vielen Besucher zum Verweilen ein.
Jahrhunderte des Zerfalls / Vier Jahrzehnte des Wiederaufbaus
Was während Jahrhunderten dem Zerfall preisgegeben war, wird seit Anfang der 70er Jahre mit viel Aufwand, Einsatz und Sachverstand restauriert. Dank der Mithilfe von zahlreichen Freiwilligen des Fördervereins Burg Hohen Rätien und der Unterstützung durch die Öffentlichkeit konnten mittlerweile Gebäude und Mauerresten sukzessive ausgebessert und gesichert werden. In den Jahren 1988 - 92 gelang auch die Restaurierung des Hoch Rialt. Dieser mächtige Bau, einst wohl Residenz der Kirchenvögte, ist das Herzstück von Hohen Rätien und gilt als eines der ältesten noch bis zur ehemaligen Dachhöhe erhalten gebliebenen Gebäude der Schweiz.
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