Panorama Hoch Rialt Panorama Hoch Rialt Panorama Hoch Rialt Panorama Hoch Rialt Panorama Hoch Rialt

 

Einst Zeichen der lokalen Macht

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Der Hoch Rialt von ausserhalb der befestigten Burg


Während die kirchliche Macht mit der alten Tauf- und Pfarrkirche St. Johann auf Hohen Rätien vertreten war, repräsentierte der mächtige Hoch Rialt Turm die weltliche Macht, indem er den Kirchenvögten als Residenz diente.

Es gibt Hinweise, dass das mächtige Gebäude beim grossen Erdbeben von 1295 derart Schaden genommen hat, dass es unbrauchbar wurde und die bischöfliche Verwaltung nach Fürstenau verlegt werden musste.

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Der Hoch Rialt. Älteste Aufnahme von 1884















die innere Burg: Hoch Rialt

Wo die Kirchenvögte residierten

Überragt wird die Anlage vom mächtigen Turm Hoch Rialt, der durch Zwingermauern gegen die äussere Anlage abgetrennt ist. Da der Turm noch bis zum ehemaligen Dachrand erhalten geblieben ist, zählt er zu den frühesten noch in voller Grösse erhaltenen Profangebäuden der Schweiz. Der Ausbau des ursprünglich einstöckigen Verwaltungsgebäudes zum burgähnlichen Turm Mitte des 13. Jh. ist im Mauerwerk gut erkennbar.
Man nimmt an, dass er als Wohnsitz der bischöflichen Beamtenfamilie de Rialt (Ministerialen des Bischofs von Chur) diente, welche mit der Verwaltung der bischöflichen Güter betraut waren und von hier aus die weltliche Macht am Heinzenberg und im Domleschg ausübten.
Möglicherweise wurde der Turm bereits durch das schwere Erdbeben von 1295 so stark beschädigt, dass er schon damals verlassen wurde und bald zerfiel. Ein bischöfliches Verzeichnis von 1410 erwähnt den Turm als "verlassen", 1470 gar als "zerfallen".

opus spicatum (Ährenwerk)

Eine fürstliche Behausung?

Was heute noch an originalen Bauteilen aus der Mitte des 13. Jh. zu erkennen ist. lässt nicht gerade auf luxuriöse Wohnverhältnisse schiessen. So verfügte der eigentliche Wohnstock auf der 2. Etage einstmals über eine offene Feuerstelle, die noch deutlich in der Ostwand sichtbar ist. Sie dürfte aber wenig Behaglichkeit in dem grossen Raum verbreitet haben.
Der Austritt auf eine einst gemauerte Latrine in der Westwand ist heute wieder mit einer Holztüre verschlossen, welche die originalen Bauteile am Bau (Scharnierpfanne) wieder verwendet.

Seine Restaurierung

Der Turm war lange Zeit stark einsturzgefährdet. Die Ostfassade mit dem offenen Kamin im 2. Stock zeigte mehrere, vom Mauerkranz bis zu den Fundamenten reichende Risse und Spalten. Zudem wölbte sich diese Mauerseite bis zu 50 cm nach innen. Ein umfassendes Sanierungsprojekt konnte in den Jahren 1988-91 den bedrohten Turm bewahren.

Heutige Nutzung

Heute ist der Hoch Rialt gesichert und mit einer raffiniert eingesetzen Glaspyramide so gedeckt, dass die Innenkonstruktion vor der Witterung geschützt, das Dach aber von aussen nicht sichtbar ist. Der Hoch Rialt bietet Zugang zu einer Dachplattform mit unvergleichlichem Ausblick auf den Heinzenberg und das Domleschg.
Die hölzerne Stützkonstruktion im Innern des Turmes lassen die Galerieetagen die ursprünglichen Raumhöhen erkennen.
Der mehrstöckige Raum bietet für Konzerte interessante und ungewöhnliche Aspekte und eignet sich für Feste oder Feiern mit einmaliger Atmosphäre.

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