Eine filmische Annäherung

Kurzes Video (Auszug aus ViaSpluga-Film, HD-Production Switzerland Postfach 102 CH-Walenstadt)


Gefahren

Beachten Sie bitte folgende Besonderheiten und Gefahren Hohen Rätiens:
Die Burganlage ist von z.T. senkrecht abfallenden Felswänden umgeben.
Verschiedene Mauerreste können zum Klettern einladen. Dies ist gefährlich und daher verboten.
An einigen Stellen wird noch gearbeitet. Hier ist von den Besuchern Vorsicht geboten.
Die Bauweise einer Burg kann an vielen Stellen nicht den heutigen Bau- und Sicherheitsnormen entsprechen. Daraus können Gefahren entstehen.


Machen Sie alle Teilnehmer Ihres Anlasses auf diese besonderen Umstände und Gefahren aufmerksam, instruieren Sie insbesondere Kinder und deren Eltern über angemessenes Verhalten. Wir empfehlen, nach einem gemeinsamen Besichtigungsrundgang die Kinder von der äusseren Wiese (West) fernzuhalten. Damit haben wir auch bei kinderreichen Anlässen bisher nur gute Erfahrungen gemacht. 
Wir lehnen jegliche Verantwortung für Unfälle ab.



Ein erster Überblick

Privatbesitz

Seit mehr als 500 Jahren ist der Burghügel mit der historischen Burg im privaten Besitz der Familienstiftung Jecklin. Besucher sind willkommen.
(s. Eintritt)

Die Lage von Hohen Rätien

Die Burganlage liegt auf 946m ü.M. auf einem mächtigen Felskopf am Nordeingang zur Viamala-Schlucht, auf drei Seiten geschützt durch 250 Meter hohe, senkrecht abfallende Felswände.
Das Burgplateau selbst ist überraschend eben und umfasst eine leicht terrassierte Fläche von ca. 200m auf 100m.

Öffnungszeiten

Das Gelände ist ganzjährig zugänglich, die Gebäude (Kirche St. Johann, Hoch Rialt und die archäologischen Grabungen) nur in der warmen Jahreszeit (März-Oktober) während der Anwesenheit der Burgbewohner (oder für angemeldete Gruppen).

Eintritt

Einzelpersonen und Familien sind ohne Anmeldung willkommen.
Für den Besuch von Gruppen ist eine Anmeldung erforderlich.
Der Eintritt beträgt für Erwachsene Fr. 4.- (Euro 3.-)
für Kinder von 6-16 Jahren Fr. 2.- (Euro 1.50).
Bitte hinterlegen Sie den Eintritt in der Kassensäule am Eingang zur Burg.

Burgführungen

4000 Jahre Bündner Geschichte können Sie bei unseren Führungen (Hohen Rätien / Carschenna) Revue passieren lassen. Informieren Sie sich hier über die angebotenen Führungen.

rent a castle

Die Burg bietet ein unvergleichliches Ambiente für Feste und Zusammenkünfte aller Art: Hochzeiten und Taufen, Familienfeste, Firmenanlässe und vieles mehr. Siehe Vermietungen.

Kulinarik auf dem hohen Fels (Burgmarend)

Suchen Sie einen Ort für ein spezielles Beisammensein mit Freunden oder Geschäftspartnern? Möchten Sie ihre Wanderung abschliessen mit einem ausgiebigen Marend auf der Burg?
Gerne offerieren wir Ihnen für Gruppen ab 8 bis 25 Personen (oder nach Absprache) Angebote aus regionalen Produkten serviert im unvergleichlichen Ambiente.


Blick in die sagenumwobene Viamala-Schlucht

Restauration und Unterhalt

Seit 1971 bemüht sich der jetzige Vertreter der Familienstiftung, Ruedi Jecklin, um den Erhalt des wertvollen Kulturgutes (Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes Albula-Bernina-Bahn).
Unterstützt wurde er durch einen 1973 gegründeten Förderverein (ursprünglich "Arbeitsgruppe Hohen Rätien") sowie zahlreichen Freiwilligen Mithelferinnen und Mithelfern.
Die Burganlage und der Burghügel unterstehen dem Schutz der Schweizerischen Eidgenossenschaft und des Kantons Graubünden.

Eine Kultstätte 250 Meter senkrecht über dem Rhein

Da bereits die ersten Christen im Alpenraum auf dem Burgplateau ihr kultisches Zentrum errichteten (s. archäologische Grabungen) gelangte die ganze Anlage in bischöflichen Besitz, wo sie bis ins ausgehende Spätmittelalter blieb.
Hier stand bis ins 16. Jh. die Kirche St. Johann, welche der linksufrigen Talseite, dem Heinzenberges und sogar dem inneren Safiental als Tauf- und Pfarrkirche diente.
Hier oben residierte bis ins Hochmittelalter der Kichenvogt und die bischöfliche Verwaltung (s. Geschichte) und aus den bischöflichen Verzeichnissen erfahren wir schliesslich, dass die Burg um 1410 verlassen wurde und um 1470 bereits am Zerfallen war. Die Kirche dürfte seit dem Einzug der Reformation ins Tal (um 1530) nicht mehr gebraucht worden sein.

Alter

Vieles deutet darauf hin, dass dieser einzigartige Platz schon seit Menschengedenken zu Siedlungszwecken benutzt wurde. Die ältesten auf dem Burgplateau gemachten Funde stammen aus der Bronzezeit (ca.1800 v. Chr.), Siedlungsspuren aus der Eisenzeit (ca. 800 v. Chr.) sind ebenfalls an mehreren Fundorten nachgewiesen.
Bei den heute noch sichtbaren Gebäuden stammen die Grundmauern zum Teil aus dem 1. Jahrtausend, das aufgehende Mauerwerk kann vorwiegend ins Hochmittelalter (10. bis 13. Jh.) datiert werden.
Die Kirche ist wahrscheinlich das jüngste der bestehenden Gebäude und dürfte um 1400 errichtet worden sein.

Besitzverhältnisse

Seit ca. 1480 ist der ganze Burghügel im Besitze der Churer Familie Jecklin.
Rechtform: Hohen Rätien untersteht als Fideikommiss (einer der drei letzten im Kanton Graubünden) dem mittelalterlichen Erbrecht und gehört nach heutigem Recht zu den Familienstiftungen.





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