Zeugnis des Zerfalls
Ein Vergleich der beiden Fotos macht sichtbar wie rasch der Zerfall fortschreitet, wenn keine Gegenmassnahmen ergriffen werden.
Deutlich erkennbar ist auf der Foto links der schlechte Zustand Ost-Wand mit mehreren tiefen senkrecht verlaufenden Rissen...
Aufnahme heute.
...welche in den ersten Jahrzehnten des 20. Jh. zum Einsturz dieser Mauerpartien führen.
Im oberen Teil ist noch das Gewände einer Türöffnung sichtbar, die dem Zugang zum oberen Stockwerk oder dem Austritt auf einen um die Süd-Ost-Ecke umlaufenden Wehrgang gedient haben könnte.
Oben: heute ist die Ruine gesichert.
Älteste uns bekannte Aufnahem des Wehrturms (Mitte 19. Jh.) (vergrössern)
Der Südturm (Wehrturm)
Das einzige Wehrgebäude
Der im Südosten der Anlage stehende sog. Wehrturm überblickt den gesamten Zugangsbereich im Süden und Osten des Burghügels und dürfte als einziges Gebäude vorwiegend Verteidigungszwecken gedient haben.
Seine Entstehung ist dendrochronologisch auf das Jahr 1209 datiert.
Aufnahme von Ende des 19. Jh.
Ausgebrannt
Im Innern der Gebäuderuine zeugt die rote Färbung der Steine und des Mörtels von grosser Hitze, was darauf hinweist, dass der Turm durch ein grosses Feuer zerstört wurde und ausglühte. Wann diese Zerstörung des Gebäudes stattfand und unter welchen Umständen ist unbekannt.
Aufnahme ca.1980 - noch unrestauriert.
Eingestürzt
Vom Turm steht nur noch die eine Hälfte. Während die auf gutem Grund stehenden Nord- und Westmauer des Gebäudes erhalten geblieben sind, ist die süd-östliche Partie vollständig eingestürzt. In den Jahren 1984 - 88 wurde die Ruine und die vorgelagerten Teile der Umfassungsmauer sorgfältig gesichert und restauriert.
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