Vorzustand

Anton Stecher, der letzte Pfarrherr von Hohen Rätien, verliess 1505 seine sturmumbrauste Pfründe, um im Tal weiter zu wirken. Die alte Tal- und Taufkirche wurde verlassen. Die Kirchgemeinden des Heinzenberges blieben verpflichtet für den Unterhalt der Kirche zu sorgen, doch in der Zeit der Glaubenreformation (um 1530 im Domleschg und Heinzenberg) wurden diese Pflichten vernachlässigt und schliesslich stillschweigend vergessen.
Im Laufe der folgenden Jahrhunderten zerfiel das Gotteshaus.

Die Bilder lassen sich durch anklicken vergrössern

Alle bekannten Abbildungen vor 1980 zeigen die Kirche nur als Ruine. Sie diente noch in den 1960er Jahren der lokalen Jugend als romantisch verwunschenes Spiel-und Tummelfeld.



Bei Beginn der Restaurierungsarbeiten auf der Burg lag die Kirche seit bald 500 Jahren in Trümmern.




Am Kirchturm blieb über die Jahrhunderte der äusserste Kranz des ursprünglichen Steinplattendaches erhalten, weshalb auch Reste des ursprünglichen weissen Verputzes der Kirche und des Campanile (Glockenturm) dem Zahn der Zeit trotzen konnten.
So lässt sich heute erahnen, wie schön die weiss verputzte Kirche über das Tal geleuchtet hat.




Restaurierung der
Kirche St. Johann Baptista

Nach beinahe 500 Jahren des Zerfalls
kommt neues Leben in die Ruinen

St. Johann Baptista vor der Restaurierung um 1980

Restaurierungsarbeiten im Sommer 1980


Junge Leute erhalten ein Kulturgut

Es waren die jungen Mitglieder des Vereins Arbeitsgruppe Hohen Rätien heute Förderverein Hohen Rätien, welche 1980 unter Anleitung von Fachleuten die Restaurierungsarbeiten an der Kirche St.Johann Baptista ausführten.

Bild1

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Ein Schindeldach

Der Campanile (Glockenturm) erhielt ein neues Steinplattendach. Die Konstrukteur des Dachstuhls von Schiff und Chor war der Stud. Ing. ETH Jürg Conzett. Als Fachmann wurde Zimmermann Jöri Plump aus Tschiertschen beigezogen.
Die Dächer sind mit Lärchenschindeln gedeckt, die von den jungen Leuten unter Anleitung von Schindelmacher Lorenz Krättli ("Stotzlenz") im Winter 1979 in aufwändiger von Handarbeit gespaltet und im August 1980 auf dem Dach verlegt wurden. (s. zusätzliche Fotos)

1986 erhielt die Kirche das ursprüngliche Vordach wieder.

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